Große Besorgnis über Umweltschäden durch Plastikmüll in Deutschland

Ca. 220 Kilo Verpackungsmüll entstehen jährlich in Deutschland pro Person. Damit ist Deutschland trotz hoher Mehrwegquote Spitzenreiter in der EU.

Plastikverpackungen sind Segen und Fluch zugleich: sie sind leicht, flexibel und leicht formbar. Sie schützen verderbliche Waren. Daher werden täglich große Mengen von Plastikverpackungen gekauft und wieder weggeworfen. Fast die Hälfte davon wird in Deutschland recycelt. Durch teilweise unsachgemäße Entsorgung landen jedoch weltweit große Mengen Plastikmüll in der Umwelt und den Meeren.

Wir haben nachgefragt, wie die Einstellung in Deutschland gegenüber Plastikverpackungen aussieht. Dabei wird eine große Besorgnis in der Bevölkerung über Schäden für die Umwelt und Lebewesen durch Plastikmüll deutlich. 90% halten die Verschmutzung der Meere durch Plastik für alarmierend und 82% halten Mikroplastik für gesundheitsschädlich.

Als Abhilfemaßnahme fordern 70% eine vollständige Abschaffung von Plastiktüten und 65% die Abschaffung von Einwegverpackungen.

In den Einstellungen über Plastikverpackungen zeigen sich erstaunliche Generationenunterschiede. Die Generation der heute 18 bis 39-Jährigen sorgt sich weniger um die Auswirkungen des Plastikmülls als die Älteren.

Ein vollständiger Verzicht auf Plastikverpackungen erscheint aktuell unrealistisch, aber eine Sensibilität in der Bevölkerung für die Umweltschäden durch Plastikmüll ist definitiv vorhanden. Fraglich ist, wie lange es dauert, bis die Hersteller die Sorgen der Bevölkerung aufgreifen und auf alternative Verpackungen umsteigen.

Hier finden Sie die Infografik zum Download: Besorgnis über Plastikmüll.